Unternehmer und das Insolvenzgericht…

Insolvenzgericht Insolvenzverwalter Insolvenzanwalt HamburgIn dem System der Insolvenzverwaltung haben Unternehmer es häufig mit Bürokratie und unverständigen Amtspersonen zu tun. Das gilt für die Gläubiger, die nur mit Anstrengungen eine Chance haben, noch Sicherungsrechte und eine (oft geringe) Quote nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens durchzusetzen (siehe hier).

Auch Unternehmer, die selbst von einem Insolvenzantrag betroffen sind, finden sich häufig in Situationen wieder, in denen sie auf verständnislose, leidenschaftslose Justizmitarbeiter (Insolvenzgericht) oder Insolvenzverwalter und deren Mitarbeiter treffen. Das hat damit zu tun, dass man es im hiesigen System der Insolvenzverwaltung mit Menschen zu tun hat, denen das Unternehmertum fremd ist, weil sie lediglich „verwalten“.

In einer solchen Situation befinden sich in der Praxis etwa Unternehmer, wenn ein Insolvenzantrag zwar längst zurückgenommen, aber die angeordneten Sicherungsmaßnahmen (vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt usw.) nicht formal aufgehoben werden. Die Banken geben häufig die Konten ohne den Justizakt „Aufhebungsbeschluss“ nicht wieder frei.
Die Konsequenz: das Unternehmen hat erstmalig wirkliche Liquiditätsschwierigkeiten – nicht, weil keine Liquidität vorhanden ist, sondern, weil Banken auf den noch fehlenden Beschluss verweisen und beim Insolvenzgericht ohne nachvollziehbaren Grund der Beschluss nicht gefasst wird: eine Hängepartie.
Hilfreich kann nach meiner Erfahrung hier der Hinweis bei Banken und Insolvenzgericht sein, dass man mit einer solchen Starre die Existenz eines Unternehmens gefährdet und diese Verantwortung (auch in Form von Schadensersatzansprüchen) zu tragen hätte…
Und dann kommt erfreulicherweise Bewegung in die müden Knochen der Amtswalter.

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Ein Kommentar zu “Unternehmer und das Insolvenzgericht…

  1. says:

    Habe den Artikel mit großem Interesse gelesen, alles ist hervorragend erklärt. Danke schön! Viele Grüße! Norman

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