Junges Theater in Göttingen steht vor Insolvenz

Junges Theater Insolvenz, Junge Theater Insolvenz, Insolvenzverfahren Junges Theater, Göttingen, gGmbHDas „junge theater“ in Göttingen steht offenbar unmittelbar vor einer Insolvenz: Am Donnerstag unterrichtete die Geschäftsführung den Aufsichtsrat der Junges Theater in Göttingen gGmbH in einer Sondersitzung über die wirtschaftliche Notlage der gemeinnützigen GmbH. Einer entsprechenden Pressemitteilung zufolge sollen dem Aufsichtsrat seit 2007 fehlerhafte Jahresabschlüsse vorgelegt und ist möglicherweise Geld von Guthabenkonten veruntreut worden. So zumindest der Verdacht gegen eine für die Buchhaltung zuständige Mitarbeiterin, gegen die inzwischen Strafanzeige erstattet und die unmittelbar freigestellt wurde.
Der Aufsichtsrat hat nun per Beschluss eine Steuerprüfungs- und Wirtschaftsberatungsgesellschaft beauftragt, einen aktuellen Finanzstatus zu erstellen, die Frage der Veruntreuung zu prüfen und sich dazu zu äußern, ob die Geschäftsführung ihren kaufmännischen Pflichten nachgekommen ist.

Nach Berichten der Online-Ausgabe der „Hessische Allgemeine“ (www.hna.de) hat die Stadt Göttingen inzwischen die Zuschusszahlungen von monatlich € 49.300,- eingestellt – der Betrag für den Monat Juli sei allerdings noch überwiesen worden. Die Gehälter seien seit Juni nicht mehr gezahlt worden.

Das Junge Theater ist weit über Göttingen hinaus bekannt – Bruno Ganz und Evelyn Hamann starteten hier ihre Schauspielkarrieren.
Es sieht so aus, als würde dem Jungen Theater ein ähnliches Schicksal wie bereits im Jahr 2003 bevorstehen – nach der damaligen Insolvenz wurde mit Gründung der gemeinnützigen GmbH ein neuer Träger geschaffen. Angesichts des Verdachts des Betrugs seitens eines Mitarbeiters dürfte die Insolvenz unverschuldet sein und die Gründung eines weiteren Trägers naheliegen – freilich einhergehend mit der Prüfung durch den einzusetzenden Insolvenzverwalter, ob Aufsichtsrat und/oder Geschäftsführung Pflichten zur rechtzeitigen Insolvenzantragstellung bzw. Kontrolle verletzt haben. Bei rechtzeitiger Antragstellung sind die noch offenen Gehälter über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gedeckt.

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Rechtsanwalt Oliver Gothe

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