Automobilzulieferer Galladé ist insolvent

Automobilzulieferer-Galladé-Insolvenz-Insolvenzverfahren-insolventDer Betriebsrat des Automobizulieferers Galladé hat am Donnerstag Insolvenzantrag gestellt. Einem Bericht der WAZ „Der Westen“ zufolge soll zuvor die Geschäftsführung mit einem Insolvenzantrag der Belegschaft gedroht haben, falls die Arbeit nicht wieder aufgenommen wird. Schließlich sollen die Stadtwerke auch noch den Strom abgestellt haben.
Der Betriebsratsvorsitzende Frank Ellerkamp teilte mit, von der Geschäftsführung erfahren zu haben, erst das für September überwiegend offene Gehalt zu erhalten, wenn wieder gearbeitet würde.

Es sind rund 250 Arbeitnehmer betroffen – der Insolvenzantrag des Betriebsrates führt dazu, dass zumindest die ausstehenden Löhne für September und weitere zwei Monate über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert sind. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Manfred Gottschalk bestellt worden. Er ist sog. „schwacher Insolvenzverwalter“, also nicht verfügungsbefugt, sondern Verfügungen sind nur mit seiner Zustimmung wirksam.
Damit kann der vorläufige Verwalter unter Entlastung von den Lohnkosten und erheblichen weiteren Kosten ohne weitere Anstrengungen den Geschäftsbetrieb fortführen: Der schwache vorläufige Verwalter generiert keine Masseverbindlichkeiten – Lieferanten sind gut beraten, sich über Einzelermächtigungen des Insolvenzgerichts abzusichern, um einen weiteren Forderungsausfall zu verhindern.

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Ein Kommentar zu “Automobilzulieferer Galladé ist insolvent

  1. Frank Ellerkamp
    says:

    Kleine aber wichtige Ergänzung: Da kein Geschäftsführer vor Ort war, hat RA Manfred Gottschalke eine sogenannte „starke Vorverwaltung“.

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